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Inversionswetterlage 12. Dezember 2004
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Inversionswetterlage heisst das Naturphänomen, das im Moment im Schwarzwald zu beobachten ist. Hierbei herrscht nämlich verkehrte Welt. Das bedeutet, dass auf den Bergen, so über 7 - 800 m die Sonne scheint und die Temperaturen auf mehr als 10 grad steigen. Während unten im Rheintal teilweise dichter Nebel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt herrscht. Da hat sich der Murgtäler gestern Morgen mit seinem Schätzchen auf die Socken gemacht, um in der Höhe die Sonne zu geniessen . Das erste Foto hab ich an der Schwarzwaldhochstrasse gemacht. In etwa 800 m Höhe. Der Gebäudekomplex, der rechts auf dem Bild wie eine Insel aus dem Nebel aufsteigt, zeigt das Schlosshotel Bühler Höhe, in dem nicht selten gekrönte Häupter relaxen. Hier war übrigens unser Altbundeskanzler Adenauer regelmässiger Gast. Auf Bühler Höhe ist man derzeit eifrig bemüht, Quartiermeister für die Brasilianischen Ballzauberer zu werden, falls diese im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion ihre WM-Spiele austragen. Am Horizont unter der dichten Nebelsuppe liegt die berühmte Zwetschgenmetropole Bühl.
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Hier sind wir jetzt an einem der schönsten Punkte des nördlichen Schwarzwaldes auf 1000 m ü. N.N. am Wildseeblick und Eutinggrab. Ausgangspunkt unserer Wanderung war der Parkplatz am Ruhestein. An der Stelle wo ich zu dieser Aufnahme stehe stürzt direkt vor mir eine 125 m hohe Karwand fast senkrecht in die Tiefe zum Wildsee. Hinter mir befindet sich das Eutinggrab. Professor Euting war um 1900 eine der treibenden Kräfte um den Schwarzwald touristisch zu erschliessen. Ausserdem war er Mitbegründer des Vogesenclubs und über 30 Jahre dessen Vorsitzender. Genau an dieser Stelle, hoch über dem Wildsee, hat sich Euting schon frühzeitig seine Grabstätte selbst ausgesucht und hier ist tatsächlich seine Urne beigesetzt. Seinen selbst ausgesuchten - und selbst aus dem arabischen übersetzten Grabspruch, hat man auf einer Bronzetafel verewigt. Und den hab ich mir extra für Euch aufgeschrieben:
Er ist der Lebendige, der Ewige Wenn mein Bett zu Staub geworden ist und ich in der Nähe des Allbarmherzigen Herrn Weile dann beglückwünscht mich, meine Freunde und sprecht : Frohe Botschaft Dir, Du bist zur ewigen Güte eingegangen.
Schätzchen und ich haben auf einer Bank platz genommen, uns bei der Hand gehalten und den fantastischen Ausblick genossen. Es war eine ganz seltsame Stimmung, kaum in Worte zu fassen................
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Nun sind wir an der Darmstädter Hütte auf einer der "Wanderautobahnen" im Schwarzwald, dem Westweg, der ca. 240 km von Pforzheim nach Basel führt. Dieses Bild zeige ich Euch, damit Ihr seht, wie die Leute im Freien sitzen, ihre Würstchen verdrücken oder Kaffee und Kuchen. Wenn man es nicht mit eigenen Augen sieht, glaubt mans nicht. Strahlender Sonnenschein und ca. 12 grad plus - am 12. Dezember. Von der Darmstädter Hütte sind wir wieder zu unserem Ausgangspunkt am Ruhestein marschiert. Dort ist ein sehr informatives Naturschutzzentrum, das man besichtigen kann und wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen des Schwarzwalds und im besonderen zur Region, bietet Der Eintritt ist übrigens gratis. Und gerade für Kinder ist dieses Haus interessant.
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Auf dem Nachhauseweg ins Achertal habe ich hier nochmals halt gemacht, um mit Schätzchen zusammen diesen zauberhaften Sonnenuntergang zu beobachten. Zum Abschluss noch ein bisschen was übers Achertal. Da wäre zuerst der Vorzeigeort Seebach unterhalb des Mummelsees mit seinen wunderschönen verstreut stehenden Schwarzwälder Bauernhöfen. Hier in Seebach werden auch ganz köstliche Schwarzwälder Wässerle gebrannt. Zum Beispiel aus der Kirsche. Dann kommt das Mühlendorf Ottenhöfen. Auf einem ausgeschilderten Rundweg, können mehr als ein halbes Dutzend Mühlen, teilweise noch in betrieb, besichtigt werden. Und dann sind wir schon fast in Achern. Aber nur fast, denn da liegt doch als Pforte zum Achertal dieser Ort, der durch die Hexe auf den Rotweinflaschen zu Ruhme kam. Kappelrodeck heisst das schmucke Dörfchen und die Weinflasche ziert die "Hex vom Dasenstein". Aber nun waren wir in Achern und im Rheintal - und über die Autobahn gings wieder zurück nach Karlsruhe.
Euer Murgtäler
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