Hamburg

 

Auf nach Hamburg.....

 

Meine Schwester und ich wollen ein StĂĽck von Hamburg kennen lernen so haben wir uns fĂĽr das Wochenende ein kleines Programm vorgenommen:

Freitag frĂĽh, ich stehe auf dem Bahnsteig in 5 Minuten kommt mein Zug. Schnell rufe ich bei meiner Schwester an. Eigentlich nur, um mich zu vergewissern, dass sie schon auf dem Weg zum Bahnhof in Mannheim ist. Mit bleibt der Mund offen, als sie sich verschlafen meldet.....

“In 25 Min. fährt der Zug in Mannheim ab, wie willst Du das schaffen?“ Ein undefinierbares Grunzen und nix hör ich mehr.

Während mich der Zug nach Mannheim bringt rufe ich noch 2x  auf dem Handy von meinem Schwager an. Der Gute. Er ist unterwegs.

Und in Mannheim steigt ein zufrieden strahlendes Schwesterchen zu mir ins Abteil. An mein armes Herz hat sie nicht gedacht. Und heimlich bewundernd frage ich mich wieder einmal wie sie das schafft in letzter Minute ausgeruht und topp  gestylt an ihrem Ziel anzukommen.

Auf der Fahrt stelle ich fest, dass die Sitzplätze immer enger werden. (Es kann doch nicht sein, dass ich mehr Platz brauche...????) Die Beine kann ich auch nicht ausstrecken, da sind immer die von Schwesterchen im Wege, oder meine Beine sind bei Ihr im Weg. Es kommt auf den Blickwinkel an.

Hamburg HauptbahnhofJe näher wir unserem Ziel - dem Tor zur Welt - kommen, stellen wir fest, dass es ein sehr kaltes Tor sein wird. Immer weisser wird die Landschaft und obwohl es nun bald taghell sein soll, ist es trüb.

Doch was solls, wir wollen Spass. Um den geniessen zu können, machen wir  während der Fahrt immer wieder ein Nickerchen.

Um halbelf kommt unser Zug in Hamburg an, wir fahren noch eine Station weiter, so können wir zu Fuss unser Hotel erreichen.

Ein Rundblick: Es scheint eine grosse Stadt zu sein, wenn ein Nebenbahnhof schon so gross ist.

Ja, Hamburg ist gross. Wenn ich mir vorgestellt habe, diese Stadt in zwei Tagen kennenzulernen – so kommen mir hier erste Zweifel.

 Wir lassen die Räder unserer Trollis laufen und machen uns auf den Weg „iwwer di Brick“ (ĂĽber die BrĂĽcke – sagt der Hamburger). Selbstverständlich wurde unser Weg musikalisch begleitet. Ein Stadtmusikus spielte uns auf und auch der ASB stand parat – fĂĽr den Fall dass es einer der Schwestern ĂĽbel werden sollte... (Der ASB fĂĽhrte gerade eine Strassensammlung auf der BrĂĽcke durch). Nach knappen 10 Minuten und 5 x fragen waren wir an unserem Hotel, der Baseler Hof. Versteht sich, dass der rote Teppich ausgerollt war. Das Personal wollten wir nicht zu sehr belästigen und haben unsere Trollis selbst die 5 Stufen hochgetragen.  Eine lange Blondine begrĂĽsste uns freundlich und nach unserem einchecken nahmen wir das Zimmer in Augenschein.

Sehr sauber, kein Teppich (Laminat – was ich in einem Hotel und auch sonst jedem Teppich bevorzuge) . Allerdings scheint die Hotelleitung der Meinung gewesen zu sein, dass zwei Gazellen kommen – sie ahnten nicht, dass wir den Status elefantöse Gazellen haben. Wir konnten nicht gleichzeitig aneinander vorbeigehen..... Sehr eng.

Und die TĂĽr zum Badezimmer war beinahe auch nur seitlich begehbar, wenn wir unseren Busen andrĂĽckten..... Doch das Bad selbst war wieder in Ordnung, sauber, warm und comode.

Wir hielten uns nicht lange auf, sondern nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht haben, gingen wir gleich zurĂĽck zum Bahnhof, denn es stand noch die Stadtrundfahrt auf dem Programm.

Unterwegs kamen wir an einer kleinen Kneipe vorbei. Die hatte auf Ihrer Tafel ein Fischmenü stehen. Hmmm, Fisch in Hamburg wo könnte er besser sein?

Also.. rein. Wir waren ja noch nüchtern, ausser drei Karotten und 2 Äpfeln hat es nix gegeben. Wir bestellten uns das Tagesessen. Fisch, Reis und frittierten Paprika in Ausbackteig. Sehr lecker. Nur der Fisch war versalzen... Na ja..... Fisch soll schwimmen... und Salz macht Durst.

Auf dem Weg zum Bahnhof spielte unser Musikus wieder auf, er lächelte uns so lieb an, dass wir ihn mit einer Münze belohnten. Die ASB’ler wollten auch noch wissen, woher wir kommen. Doch alles haben wir nicht verraten.

Der kurze Fussmarsch hat mir fürchterlich rote Ohren und kalte Hände beschert, so dass ich mir auf dem Bahnhof eine Mütze und Handschuhe kaufte. Sauteuer. Zusammen 8 Euro.. Der Händler liess halt mit sich reden....

Nun ging es schnell zum Hauptbahnhof. Dort wartete der rote Doppeldecke. Freundlich wurden wir auf die besten Plätze im oberen Teil verwiesen.

Klar.... wenn  die fĂĽrchterlichen Schwestern kommen.....  

Was ich schon bei unserer Ankunft vermutet habe bestätigte sich immer mehr. Hamburg ist eine grosse Stadt. 40 x 50 km. Sehr viel Wasser, sehr viele Bäume – die allerdings noch kahl waren. Doch auch das war nur zu unserem Vorteil: so hatten wir ungehinderte Sicht. Vor allen Dingen auch auf nackte Menschen.... Ich kauf mir Handschuhe und Mütze und die Hamburger laufen nackt rum. Ihr glaubt es nicht? Ich zeig Euch nachher ein Foto.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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